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rein theoretisch ist alles gut

Der Vaterschaftstest: wie du das Risiko minimierst als Mutter zu scheitern

Heute ist Weltfrauentag. Juhu. Vor einem Jahr war auch schon Weltfrauentag. Und das Jahr davor. Eigentlich fällt mir dieser Tag erst richtig auf seit ich meine Wohnung mit einem Mitglied des männlichen Geschlechts teile.

Seit 10 Jahren leben wir schon glücklich miteinander, in guten wie in schlechten Zeiten. Dafür mache ich einige Abstriche finanziell, das liegt nicht in der Natur der Sache, sondern an den Umständen in denen ich lebe.

Heute hat mir jemand gesagt, ich sei so wütend, vor allem auf erfolgreichere Familien. Er hat mir eine Fehlleistung bei der Partnerwahl unterstellt. Wie mir geht es vielen Frauen, man stößt immer öfter auf Ignoranz, Borniertheit und komische Menschen. Das ist der sogenannte antifeministische Roll-back.

Und weil es viele Alleinerziehende gibt, die ein hohes Armutsrisiko tragen, und das im schlimmsten Fall sogar unser Sozialsystem belastet, für das es noch eine gesellschaftliche Übereinkunft gibt, möchte ich an diesen besonderen Tag (Achtung einmal Luft holen für mich und Euch) etwas zurückgeben an meine Schwestern. Die weitreichendsten Konsequenzen – nämlich die Hauptlast der Erziehung- und Sorgearbeit und die damit verbundenen Einkommenseinbußen – trägt immer noch die Frau. Hallo Gender Pay Gap! Und dann leben wir auch länger als die Männer. Sorry.

Im folgenden biete ich Frauen, die vielleicht mal Kinder wollen, einige Fragen, die sie mit dem potentiellen Vater durchgehen können. Es müssen ca. 80% Ja-Antworten erreicht werden, ansonsten rate ich vom Geschlechtsverkehr ab, es sei denn der Mann hat eine amtlich beglaubigte Urkunde über die erfolgreiche Durchführung einer Vasektomie, oder die Frau ist unfruchtbar:

Familiärer Hintergrund/Milieu

  • In meiner Familie wurden keine Geisteskrankheiten in den letzten 3 Generationen festgestellt
  • Meine Eltern leben noch zusammen
  • Mein Vater hat weder unser Haus behalten noch mein Kindermädchen
  • Meine Großeltern sind keine AfD Großspender
  • Meine Mutter ist Feministin
  • Ich habe keinen Vater, ich bin stolze Retorte Baby
  • Meine Mutter ist so ähnlich wie Joan Collins im Denver Clan
  • Wir trinken alle nicht mehr, das verbindet
  • Ich möchte nicht über meine Familie sprechen, sagt meine Therapeutin
  • Ich habe einen Studienabschluss
  • Ich spiele ein Instrument
  • Ich war auf einer Waldorfschule

Arbeit/Versicherungen/Kapital/Vermögen

  • Ich besitze mindestens eine Eigentumswohnung (ohne Hypothek hier unbedingt auf Bankdokument und Grundbucheintrag bestehen)
  • Ich besitze eine Risikolebensversicherung (*)
  • Ich spekuliere mit Aktien (Achtung eine Ja Antwort bitte als Nein werten = weil höheres Fremdgehpotential)
  • Ich muss nicht arbeiten, weil meine Familie ist verwandt mit (bei Nennung der Familiennamen Porsche, Quandt, Schickedanz, Reemtsma, Flick, Reimann, Schwarz, Albrecht, Schaeffler sind weitere Fragen obsolet ausser vielleicht Frage 1 im Abschnitt 1)
  • Ich habe in den letzten 10 Jahren weder Transferleistungen noch Arbeitslosengeld bezogen
  • Ich bin überversichert

* Achtung eventuell freudloses Sexualleben/ Aggression weil Triebstau

Haushalt/Erziehung und Sorge

  • Ich weiß, dass Milch ein Haltbarkeitsdatum hat
  • Ich kann bügeln ohne den Rauchmelder auszulösen
  • Ich besitze eine Klobürste
  • Ich pinkele im Sitzen
  • Ich habe schon einmal gewickelt
  • Ich weiß was ein Dammschnitt ist
  • Ich benutze Feuchttücher
  • Ich koche in der Regel mehr, als bei Foodora zu bestellen
  • Ich kenne den aktuellen Regelsatz, der mir für Kinder laut ALG 2 für Nahrung zur Verfügung steht
  • Ich kann Pfannkuchen (mit und ohne Ei)
  • Ich habe einen Erste Hilfe Kurs absolviert
  • Ich besitze eine Bohrmaschine/einen Führerschein/einen Angelschein/einen Jagdschein
  • Ich weiß, dass manche Lebensmittel in roher Form nicht zum Verzehr geeignet sind
  • Ich kann Zecken aus zuckenden Hunden und Kindern entfernen

Belastung-und Bindungstauglichkeit

  • Ich arbeite nicht gern am Wochenende durch, weil ich muss auch mal an mich denken
  • Meine Freizeit ist mir sehr, sehr, sehr wichtig, aber im Zweifel lege ich das Kind natürlich NICHT auf der Kirchenschwelle ab
  • Kindergeburtstag oder Einschulung, da muss man unbedingt immer in voller Truppenstärke aufmarschieren
  • Ich komme ohne Schlaf aus
  • Ich komme ohne Sex aus
  • Ich meditiere seit meiner Pubertät
  • Ich habe eine Yogalehrerausbildung
  • Meine Exfreundinnen und ich sind immer noch befreundet (aber wir schlafen nur noch an hohen Feier- und Festtagen miteinander)
  • Ich habe ein Kind und sehe es regelmäßig – mit der Kindsmutter verstehe ich mich, ich zahle regelmäßig Unterhalt
  • Ich finde Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung
  • Ich bleibe auch unter hoher Belastung freundlich
  • Ich finde Schimpfwörter befreiend
  • Mir ist noch NIE die Hand/Maus ausgerutscht

Kategorie Bildung/Beruf

  • Ich habe einen Studienabschluß
  • Ich bin Steuerberater
  • Ich bin Jurist (halbes * weil im Falle der Trennung heikel)
  • Ich bin im Öffentlichen Dienst Besoldungsstufe A11 aufwärts
  • Ich bin in der IT-Branche (Achtung bei Entwickler: viele mit autistischen Zügen)
  • Ich bin Fondsmanager (*)
  • Ich bin bei der BILD (*)
  • Ich bin MdB oder MdL seit mindestens 2 Legislaturperioden
  • Mein Bruttogehalt liegt bei 72.000 EUR brutto und höher
  • Ich erhalte ein 13. Monatsgehalt
  • Ich bin Oligarch (*)
  • Ich bin ein Arsch (sorry vertippt)
  • Ich bin Schauspieler (*)
  • Ich bin Psychologe/Erzieher/Lehrer (*)

alle mit * bezeichneten Antworten: Vorsicht aufgrund persönlicher Erfahrung, Statistik oder Hörensagen rate ich dringend ab.

Hier noch ein paar Sonderfragen – bei Ja Antworten, kann man eventuelle negative Ergebnisse ausgleichen

  • ein Ehevertrag ist völlig normal
  • ich will das Elternzeit endlich paritätisch geteilt wird
  • wer zuhause bleibt und sich um die Kinder kümmert, verdient einen finanziellen Ausgleich

 

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