Auf der Notyetaguru Facebookseite ging es am Wochenende wieder mal hoch her. Passiert öfter, ich habe ein Händchen für Chick Baiting. Das meine ich nicht so böse, wie es klingt. Ich teile Artikel mit ein paar einleitenden Sätze über die viele Frauen diskutieren, sich amüsieren und/oder schrecklich aufregen.

Frauen ist gemeinsam, dass sie rein theoretisch Kinder bekommen können. Ansonsten? Ein wilder bunter Hühnerhaufen. Das ist ja nicht per se schlecht. Konflikte bringen Bewegung und von Hühnern kann man ganz viel lernen: über Hackordnung zum Beispiel – oder Übersprungshandlungen.

Warum „hygge“ nichts für Hühner ist:

Die Hühner, die meine Oma hatte, vertrugen sich. Einige legten zuverlässig Eier, andere ärgerten den Hahn, oder pickten manisch Würmer aus dem Garten, manche schafften alles. Die meisten Hennen blieben allerdings brav beim Nest. „Das ist so seit der Mensch den Hühnervogel domestiziert hat“, erklärte meine Oma, „das Huhn hat eine Beschäftigung, ein Dach über dem Kopf und Schutz vor dem Fuchs. Wenn die Hühner raus können und einen schönen Stall haben, dann ist doch alles gut?“

Nun ja: es gibt inzwischen Forscher, die behaupten, ein glückliches Leben ist für Hühner gar nicht gut, es käme häufiger als im Käfig zu Federpicken und Kannibalismus unter Hennen. Gut dass meine Oma das nicht mehr mitbekommt.

„Du hast es ja gemütlich“ hab ich als Kind gesagt, bevor ich das Ei unterm jeweiligen Hennen-Hintern weggeklaut habe. Ich hab das nicht hinterfragt, ich war 8 Jahre alt und in den Sommerferien zu Besuch. Hauptsache gemütliches Frühstück. Das war in einem anderen Jahrhundert, heute bin ich ja erwachsen und weiß, was ich tue:

Dänemark – Insel der Seligen:

Samstag hab ich einen kritischen Artikel der SZ über die „Hygge“ Bewegung, geteilt. Darunter versteht man den Trend, sich ein kuscheliges Nest (und Leben) zu schaffen. Die Dänen haben das erfunden bzw. total verinnerlicht. Ich war letztes Jahr mit Airnb auf der Insel Møn. Dort angekommen stapfte ich fassungslos über den Holzdielenboden meiner Mini-Hütte in Richtung Fenster, blickte auf einen wild romantischem Beerengarten, während sich eine LaPavoni Kaffeemaschine im Fenster spiegelte. Ich schaute mich um und dachte: „Oh Gott ich will für immer Kaffee und Marmelade kochen, sonst nichts. Und bunte Wollteppiche filzen, am runden Teakholztisch essen, die Kupferlampen polieren, und das schlichte graue Sofa ausprobieren“.

Mich durchströmte Leichtigkeit und Glück: Mein schweres deutsche Einrichtungs-Erbe mit Regalwand, Fernsehsessel-Wagenburg und Tapetenkatastrophen plumpste von mir ab. Aufs Sofa hab ich mich trotzdem nicht gelegt, stattdessen habe ich mit Erlaubnis meiner Vermieter den kompletten Garten eingekocht. Nach den Ferien brauchte ich erstmal Erholung. Ich war völlig hygge!

Immer mehr Menschen in Deutschland geht es so wie mir. Früher gab es das auch, nur anders: ein Babyschaffell über den IKEA Stuhl werfen und eine Duftkerze für 2,95 vom gleichen Einrichtungshaus abfackeln – das wars. Das geht schon lange nicht mehr – besonders wenn du Kinder hast, denn als Mutter hast du Verantwortung und Vorbildfunktion – „Hygge“ bedeutet heute: die Kerze selbst ziehen und das Schaffell häkeln:

Deutschlands Frauen im „Hygge“ Wahn:

Warum auch nicht, wenn du den ganzen Tag bis halben Tag daheim bist, und für Handarbeiten ganz viel Zeit hast. In Deutschland sind das ja im Vergleich zum Rest von Europa – und vor allem Skandinavien – sehr viel mehr Frauen.

Ich bin ein Handarbeitstotalausfall, meine Mutter hingegen zaubert Zopfmusterpullis für die ganze Familie, während sie kocht, vorliest und irgendwann vorher Dübel in die Wand bohrt – die hat auch mal einen Teppich geknüpft 1983 oder so. Nebenbei ging meine Mutter noch arbeiten. So war das damals in Westdeutschland als Alleinerziehende. Mir geht es ähnlich, bis auf das Stricken krieg ich auch viel hin. Vor kurzem hab ich mich an einem Schal versucht. Der sieht aus wie mein Rentenbescheid, hab ich festgestellt, als ich ihn nach 3 Monaten wieder aus den Händen gelegt habe. Tja wird nix mehr mit uns?

Dabei wäre gerade jetzt Gelegenheit: gibt überall supertolle „Hygge“-Bücher, und immer mehr Zeitschriften, die ihre Leser/innen mit exklusiven Selbstmach-Sets beglücken: Anleitung, zzgl. 24 Knäuel handgekämmte Alpaka Wolle aus einem abgelegenen Andental, und limitierte in Lappland gedrechselte Stricknadeln, alles zusammen für 199,00 EUR frei Haus. Wenn es noch das Mini Me Set dazu gibt – für schlappe 49,00 EUR Aufpreis, was willst du als Mutter dagegen machen? Da hyggst du doch aus?

Warum DIY und Stricken leider nicht reicht zum Glück:

Die Autorin des SZ Artikels würde sagen: Bloß nicht! Sie sieht diesen Hype um „Hygge“ eher kritisch und reaktionär, da Frauen in Deutschland, all ihre Energie auf behagliche Nesteinrichtung, und süßen Nachwuchs konzentrieren, statt sich um „unschöne“ Themen wie Rentenpunkte, Gleichberechtigung oder bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu kümmern.

Allein dass man diese Kritik formuliert, oder in meinem Fall bei Facebook teilt, reicht, dass einige Frauen empört mit den Stricknadeln klappern.

Ich bin ja froh wenn Frauen überhaupt mal sichtbar protestieren.

Auf Facebook gab es immerhin einen kleinen Aufschrei, dass „Hygge“ ja nichts dafür könne, wenn sich Frauen nicht für diese Themen interessieren. Und man sie bestimmt nicht dazu bringt sich für „solche“ Themen zu engagieren, indem man „Hygge“ verbietet. Weiß Deutschland überhaupt mit welchen Problemen sich Mütter in Deutschland jenseits des gehäkelten Rands plagen?

Stichwort „Rentenschal“ – ich meine nix gegen Stricken  – aber das kann doch nicht die Glücksformel für Mütter und unsere Gesellschaft sein? Handarbeiten und das Heim einrichten, wenn die Kinder da sind? Vor allem bei unserem Fleischkonsum, der schlägt sich spätestens ab 65 auf die Finger meine sehr verehrten Damen (und Herren). Und was ist das überhaupt für ein reaktionäres Rollenbild? Ich meine wozu haben Frauen studiert oder einen Beruf gelernt? Seit wann sind denn Vollzeitmutterschaft bzw. häusliches Handarbeiten und Haushalten wieder so en vogue? Und was haben wir denn davon:

Hygge eine Übersprungshandlung?

Für alle, die mir immer noch nicht folgen können (oder wollen) hier eine schöne Übersicht.

Gutes Hygge/ schlechtes Hygge:

  • handgestrickte Socken aus Schurwolle/ Stricken wegen Mutti-Burn Out
  • Keramikschalen mit Sprung/ krasse Rentenlücken
  • Porridge mit Zimt und Zucker / 10 Tage lang Haferbrei zu Mittag, weil das Familieneinkommen trotz Haushaltsplan und allem Verzicht nicht reicht
  • viele Kerzen anzünden/ den Strom abgestellt bekommen, da der Unterhaltsvorschuss seit 6 Monaten bearbeitet wird.
  • CocooningMüttern alle Care-Arbeit aufdrücken – und sie damit von wirtschaftlicher Unabhängigkeit ausschließen

Es gibt übrigens – abgesehen von meinen Beispielen – tatsächlich so etwas wie „the Dark Side of Hygge“. Kein Scherz: exzessives Kerzen anzünden und gemütlicher Nestbau führen nämlich dazu, dass man andere Menschen ausschließt. Wenn man genauer hinsieht, haben „Hygge“ und Dunkeldeutschland mehr gemeinsam, als man denkt:

Dichtung und Wahrheit:

Erstmal zur Geschichte: die beginnt mit einem Knaller, „Hygge“ hat seinen Ursprung gar nicht in der dänischen Sprache, sondern in der norwegischen, in der der Begriff so etwas wie „das Wohlbefinden“ bedeutet. Aber sonst haben „Hygge“ tatsächlich die Dänen erfunden – im 19. Jahrhundert.

Wenn man über „Hyyge“ forscht, findet man Nikolai Frederik Severin Grundtvig. Eine Art Universalgelehrten und spätberufenen Pfarrer. Von seiner Kanzel in Kopenhagen predigte Grundtvig humanistische Werte  – nach seinem Leitspruch „Menneske først – kristen så“ (Erst Mensch – dann Christ), nebenbei begründete er die „folkehøjskole“ und war dreimal verheiratet (nacheinander).

Grundtvig war stark von Johann Gottfried Herder und Johann Gottlieb Fichte beeinflusst. Zwar finden sich bei Grundtvig die Besinnung auf nationale Mythen, die Kultivierung einer populären Folkloristik und die Idee, dass die Dänen ein auserwähltes Volk seien, aber er glaubte daran, dass jedes Volk seine ganz eigene Aufgabe hätte. Die Dänen seien  „das Herzensvölkchen des lieben Gottes“, das vor allem eins sein sollte: hyggelig. Soweit so schön. Hatte Deutschland offenbar Pech? Wie auch immer: „Hygge“ ist also offenbar mehr als eine einfache Einrichtungsphilosphie.

In Dänemark ist „Hygge“ bis heute identitätsstiftend, wird gelebt und gepflegt, z.B. das Zusammensein mit Familie und Freunden – ein starkes, soziales Element. In Dänemark sagt man sehr oft bis ständig: ,Ach, wie hyggelig“, bestätigt eine Bekannte. Und tatsächlich bleibt man mit den Freunden und der Familie gern unter sich.

Das macht es anderen Menschen schwer Anschluß zu finden. Ein Freund von mir, der mit einer Dänin in Berlin zusammen lebt, besuchte kürzlich Kopenhagen und war erstaunt, dass man nicht mit anderen Eltern auf dem Spielplatz ins Gespräch kommt. Seine Freundin meinte, das sei völlig normal. „Hygge“ führt demnach nicht nur zu dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Kerzenwachs in Europa, sondern offenbar zur Abschottung?

The Dark Side of Kerzenschein:

In Dänemark zeigt sich das z.B. in der restriktiven Einwanderungspolitik, und darin, dass die rechtspopulistische Dansk Folkeparti als zweitstärkste Kraft im Parlament sitzt. Und dann diese Filme von Lars von Trier, und diese dänischen Krimis, da werden ständig Familien niedergemetzelt oder Kinder entführt? Das ist doch nicht hyggelig?

Ist „Hygge“ nichts anderes als eine Art schöner Schein und harmoniesüchtiges Augenverschliessen vor der Welt da draußen? Und Abgründen? Konflikten? Und funktioniert das tatsächlich?

Die Dänen sind beim internationalen Glücksvergleich ganz weit vorne!

Und haben angeblich die höchste Selbstmordrate in Europa? WHAT?

Bis auf diese kleine Unebenheiten mit den Rechten, der Einwanderungspolitik, dem Suizid, stimmt sonst ganz viel in Dänemark  – vor allem für Frauen: die Gehälter sind ausgeglichen, Kinderbetreuung und der Unterhalt im Falle der Trennung gut geregelt, sowie die Absicherung im Alter. Dänemark ist stolz auf den starken Sozialstaat, und das lassen die sich was kosten.

Die Steuern sind im Vergleich zu Deutschland hoch, trotzdem zahlt man ohne Knurren. In Dänemark heißen die Steuern übrigens Skat, das gleiche Wort benutzt man als Kosewort für seine(n) Liebste(n). Hyggelig! Sollten wir also alle in eine bescheidene Holzhütte ziehen, Marmelade kochen und Kerzen in Einmachgläser gießen, die einen kleinen Sprung haben?

Warum „hygge“ in Dänemark gut funktioniert:

Wenn in ich Deutschland in der Hütte bei Kerzenschein sitzen würde als alleinerziehende Mutter zum Beispiel, dann vielleicht nicht weil ich will, sondern muss. Und selbst wenn ich das will, weil ich im Lotto gewonnen habe, und mir ein Ferienhaus gönne und Kräfte schonende Teilzeit, würde irgendwann jemand an die Hütte klopfen und fragen, warum ich nicht Vollzeit arbeiten gehe – oder warum ich mir das überhaupt leisten kann, und wo mein Mann bzw. der Vater ist.

Ich glaube Deutschland fehlt diese dänische Lässigkeit, und der tragfähige „Hygge“ Unterbau = die Selbstverständlichkeit mit der das „gute“ Leben beansprucht wird, und zwar für jeden der zu der Gemeinschaft gehört (wenn er es denn über die Grenze schafft). Hygge ist ein exklusives dänisches Ding, lange gewachsen und hält zusammen: Dänemark ist das sozial ausgeglichenste Land Europas: durchschnittlich verdient ein Müllmann 34 400 Kronen (ca. 4500 Euro), ein Anwalt 54 700 Kronen (ca. 7200 Euro) pro Monat.

Ist Kuscheltaktik und der cozy Rückzug die Lösung für Frauen?

Warum also hyggen trotzdem so viele Frauen in Deutschland trotz ihrer Probleme? Weil es vermeintlich die Lösung ist!

In unserer Gesellschaft soll immer mehr immer schneller und möglichst noch gleichzeitig geleistet werden. Chronischer Stress und Erreichbarkeit führen dazu, dass Menschen weit hinter ihren Möglichkeiten bleiben (müssen). Und Solidarität gibt es irgendwie auch nicht mehr.

Das wird dir spätestens klar, wenn du versuchst Job und Familie unter einen Hut zu bringen, oder du mehr zuhause bist = Abstand vom neoliberalen Radhamsterdasein hast. „Hygge“ befriedigt die Sehnsucht nach Einfachheit in einer Welt mit maßlosem Leistungsanspruch, in der man es sich sogar leisten können muss, wenig zu haben. Siehe Hartz 4-Wahnsinn.

„Hygge“ ist im Gegensatz zu Hartz 4 tatsächlich kuschelig. Man sucht sich allerdings die Menschen aus, mit denen man zusammen sein will, oder verzichtet freiwillig. Genau darin liegt der Unterschied und das Gefährliche.

Ein paar Dänen wissen das auch. Neulich hab ich einen Online-Rant gelesen über „Hygge“, der die Überschrift trug HYGGE IS LIKE HEROIN: „Hygge is social heroin, a warm cosy but conflict-free numb feeling, a lie to avoid reality and action. Please dear international readers: don’t follow this fake habit-forming retro fad. 

Und mein Kumpel Sören Kierkegaard wusste das schon im 19. Jahrhundert, der fand „Hygge“ übrigens fürchterlich, für ihn war „Hygge“ die Abwesenheit von Leidenschaft und die Abwesenheit von Revolution. Mein Lieblingszitat von ihm ist: „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“, ich bin mir übrigens völlig sicher, dass der heute Gabby Bernstein vom Guru-Thron stoßen würde, mit dem richtigen Online Marketing Mix. Wie auch immer:

Was brauchen oder wollen wir überhaupt?

Für Philosophie oder politisches Engagement bleibt Hygge-Anhängerinnen sowieso kaum Zeit: Sie finden Erfüllung in Aktivitäten, für die sie den Großteil der Menschheitsgeschichte quasi per Geburt zuständig waren, und die sie von politischer Macht und Einflussnahme –  und damit von praktischen Errungenschaften wie einem eigenen Einkommen oder Wahlrecht sehr lange abgehalten haben.

„Pussy hats werden gestrickt“ hat eine Leserin bei Facebook während der Hygge Diskussion kommentiert.

Schon richtig, die Welt braucht nicht nur Mützen, sondern Taten meine Damen, weil so richtig gut geht es uns ja irgendwie nicht, so wie es gerade ist.

Vielleicht wollen Frauen in Deutschland gar nicht arbeiten, meinte neulich eine Freundin zu mir, vielleicht sind Frauen hier einfach anders, und wollen zuhause bleiben, und den starken Mann, der das Geld nach Hause bringt, ist vielleicht genetisch?

Genau da waren wir ja alle schon mal meine sehr verehrten Damen und Herren. Ich will da nie wieder hin. Ich will die Möglichkeit mich zu entscheiden. Für mich, für dich, für alle.

Wir brauchen eine Gesellschaft, die auf Integration basiert und soziale Ungleichheit ausbalanciert, und nicht Gruppen gegeneinander abgrenzt, indem sie andere abwertet oder benachteiligt. 

Du kannst es dir leisten zuhause zu sein, bzw. in der Öko-Holzhütte mit Kaminofen, Wellnessbereich und gemauertem Backofen zu bleiben. Deine Kinder müssen auch nirgendwo hin, wo es nicht so schön ist wie daheim?

Was ist, wenn irgendwann der Docht ausgeht in der heimeligen Hütte, oder die Streichhölzer?  Oder eines der Kinder abhaut, es seilt sich z.B. mit der handgestrickten Oversize-Alpaka-Decke ab? Womöglich deine Tochter?

Ich meine hat hier niemand außer mir das Märchen vom Mädchen mit den Schweifelhölzern gelesen?

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Last but not least – ein paar interessante Artikel zum Thema „Hygge“

http://www.bento.de/style/hygge-was-bedeutet-der-trend-aus-daenemark-instagram-weiss-es-1262038/

http://philomag.de/hygge-der-daenische-weg-zum-glueck/

https://clementinedaily.com/2017/01/less-hygge-more-discomfort-why-were-rethinking-this-2017-trend/

HYGGE IS LIKE HEROIN